Estándar

Mit der Zunfthose nach Chile

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Zunft ist eine eher altertümliche Bezeichnung für eine Arbeiterschaft. Trotzdem wird sie heutzutage noch verwendet. Aus diesem Grund findet man auch bei den Arbeitskleidungsbezeichnungen noch häufig Begriffe wie Zunfthosen. Zunft ist allerdings den meisten Menschen ein Begriff im Zusammenhang mit dem Zimmererberuf. Sie sind dafür bekannt, auf “Zunft” zu gehen.

Das bedeutet, dass sie eine große Wandertour absolvieren, immer gelegentlich Arbeiten und sich ihr Geld jedoch durch freundliches Fragen in Restaurants oder Kneipen ergattern. Wer ein richtiger Zimmerer sein will, muss eine Zunft absolvieren. Das ist zwar eine sehr alte Tradition, wird aber von einigen handwerklichen Betrieben gefordert. Dabei bleiben die Zimmerer auf der Zunft nahezu immer innerhalb Deutschlands.

Das Auswandern in ein anderes Land wird jedoch auch bei der handwerklichen Bevölkerung immer beliebter. Nicht nur Studenten und Akademiker finden den Weg in andere Länder, sondern auch praktische Arbeiter wollen neue Erfahrungen außerhalb Deutschlands machen. Dabei ist es jedoch oft schwer, einen vergleichbaren Job im Ausland zu finden, vor allem wenn das Zielland nicht den Entwicklungsstand aufweisen kann wie das eigene Land.

Chile ist jedoch für Handwerker und Zimmerer ein sehr vielversprechendes Land. Vor allem die Hauptstadt Santiago ist ein Ort, an dem Handwerker mehr denn je gebraucht werden. In der Hauptstadt Chiles befinden sich viel zu große Menschenmassen auf engstem Raum. Vor allem in den ärmeren Vierteln sind die Häuser nicht fertig gebaut, denn das Geld reichte nur für die ersten Baumaßnahmen.

Aus diesem Gründen sind Handwerker sowohl bei der Stadtverwaltung, als auch bei der Entwicklungshilfe gern gesehene Bewerber. Entwicklungsländer oder Schwellenländer wie Chile sind auf die Hilfe kompetenter und erfahrener Arbeiter aus Europa angewiesen. Der Leitspruch heißt dabei: Hilfe zur Selbsthilfe. Das heißt, dass die Handwerker aus Europa nicht nur ihre eigenen Fertigkeiten dort praktisch umsetzen, sondern den Arbeitern dort gezielte Kurse geben, um deren handwerkliche Fertigkeiten zu verbessern. So wir der praktische Arbeiter Deutschlands schon mal zum theoretischen Lehrmeister in Chile.

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