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Straßenverkehr in Chile

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Ebenso, wie in Deutschland, muss man sich auch in Chile an gewisse Straßenverkehrsgrundregeln halten. Dabei kann zwar in Chile nicht die deutsche MPU angeordnet werden, wenn man dagegen verstößt, dennoch sind die Sanktionen nicht zu unterschätzen. Insbesondere die Höchstgeschwindigkeiten auf Chiles Straßen sind nur schwer zu halten. Sie liegen in den Ortschaften zwischen 50 und 60 km/h. Auf Landstraßen sind maximal 100 und auf Autobahnen 120 km/h erlaubt. Wer sich nicht an die Geschwindigkeitsgrenzen hält, muss mit entsprechenden Strafen rechnen. Obwohl die Straßen sehr gut ausgebaut und oftmals sehr leer sind, sollten diese Geschwindigkeiten eingehalten werden, da die Kontrollen in den letzten Jahren deutlich verstärkt wurden.

Ebenfalls sollten Autofahrer in Chile auf der Hut sein. Denn es ist dort keine Seltenheit, dass Pferdekutschen oder Radfahrer auf der Autobahn unterwegs sind. Die Autobahn-Maut muss ebenfalls berücksichtigt werden, sie ist unterschiedlich hoch angesetzt, je nachdem, wo man gerade entlang fährt. Die Abrechnung der Maut in Santiago erfolgt seit mittlerweile sechs Jahren über den TAG, ein kleines elektronisches Gerät, das in jedem Wagen installiert sein muss, der die Stadtautobahn Santiagos nutzen will. Mit Hilfe von Sensoren und den Sendemasten auf der Autobahn verbinden sich beide Geräte, so dass es zu einem Piepton kommt, der entsprechend für die korrekte Abrechnung der Maut steht.

Außerdem stehen viele Nebenstrecken in Chile zur Verfügung. Landschaftlich sind diese äußerst reizvoll, jedoch gilt es zu bedenken, dass sie nur in den seltensten Fällen asphaltiert sind. Das wiederum kann dazu führen, dass ein normales Auto völlig ungeeignet ist, um auf diesen Straßen zu fahren. Urlauber und Auswanderer sollten sich deshalb besser nach einem Pick-Up oder einem Wagen mit Allrad-Antrieb umsehen, welche wie auch in Deutschland, zum Großteil schon mit einem Rußpartikelfilter ausgerüstet sind. Andernfalls kann man schnell mit sehr ungemütlichen Fahrten konfrontiert werden.

Zudem sind die chilenischen Autofahrer chronische Linksfahrer. Wollen sich deutsche Auswanderer an die deutschen Gesetze halten, müssen sie darauf gefasst sein, auch einmal rechts überholt zu werden. Ein Spurwechsel auf der Autobahn sollte deshalb erst nach genauem Blick in den Rückspiegel erfolgen, um keinen Unfall zu provozieren.

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